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Aussteiger: Scientology mit Scientology bekämpfen

Discussion in 'Anonymous gegen Scientology' started by Anonymous, Oct 11, 2011.

  1. Anonymous Member

    http://www.fr-online.de/panorama/au...-scientology-bekaempfen,1472782,10989408.html


  2. Anonymous Member

    http://www.fr-online.de/panorama/au...scientology-bekaempfen,1472782,10989408.html#

    Teil 2

  3. Anonymous Member

  4. Anonymous Member

  5. Anonymous Member

    [qoute]

    Seit er sich gegen den Sektendiktator wendet, hat Rathbun es mit denselben Methoden zu tun gekriegt, die er selbst einst anwandte. Sein Auftritt in Hamburg war begleitet von Scientology-Störmanövern. Der deutsche Scientology-Sprecher Jürg Stettler griff ihn an: Rathbun sei ein "Münchhausen", der 2002 wegen "zahlreicher und weitreichender Verfehlungen innerhalb der Scientology-Kirche von allen Ämtern enthoben" worden sei. Damit sind andere Vergehen gemeint, als jene, über die er eigentlich Bescheid weiß, aber nicht redet. Befohlene Selbstmorde? "Hat es nicht gegeben." Seltsame Todesfälle? "Wo sind die Beweise?" "Dafür war ich nicht zuständig", sagt er oft. Er muss befürchten, dass alles, was er sagt, auf ihn selbst zurückfällt.

    Die Polizei hätte ihn in Deutschland festnehmen können. Stattdessen wurde er von Scientology-Detektiven beschattet. "Wie von der Stasi", sagt er und lacht nervös. Er hat die Detektive gefilmt und die Videos auf seinem Blog veröffentlicht - markrathbun.wordpress.com ist seine Waffe im Feldzug, den er seit zwei Jahren gegen die Church führt. Mehr als vier Millionen Besucher hat er gezählt. Das macht der Scientology-Führung Angst. "Die Leute lesen den Blog, weil ich Hubbard nicht angreife", sagt er. Das gibt ihm die Chance, jene zu erreichen, die in der Blase leben, die eine Sekte bedeutet - und die sie abschirmt von Kritik und Medien. Mark Rathbun ruft ihnen zu: "Ihr braucht keine Organisation. Ihr braucht keine Gehirnwäsche. Ihr könnt Scientology mit viel weniger Geld betreiben."

    Dabei wollte sich Rathbun, als er im Dezember 2004 ausstieg, einfach nur wegducken. Er hatte genug vom Terror in der Scientology-Führung. Er spricht von ungezügelter Gewalt und einem Umgangston wie bei einer Vorstadt-Gang. Davon, wie David Miscavige seine engsten Mitarbeiter anbrüllt, verprügelt und würgt. Wie er 80 Manager, praktisch das gesamte obere Management, seit Jahren in einer Baracke im "Internationalen Hauptquartier" in der kalifornischen Wüste gefangen hält. "Sie müssen auf dem Fußboden schlafen und immer wieder vor allen anderen ihre Verbrechen gestehen. Weil Miscavige sie zu Feinden erklärt hat." Einmal meldete sich die Polizei, da schrieben die Gefangenen eidesstattliche Versicherungen: "Wir sind gerne hier. Es geht uns gut. Wir lieben David Miscavige." Scientology bestreitet diese Vorwürfe.

    Von dem Gefängnis in der Wüste berichten indessen auch andere Abweichler. Dort gehe es zu wie in einem chinesischen Umerziehungslager, bestätigt Mark Headley, ein früherer Scientology-Manager aus Denver, der 2005 ausstieg und es vorher mit Rathbun zu tun bekam. "Ich wurde dort eingesperrt und sollte etwas gestehen, das einfach nicht stimmte. Rathbun verhörte mich stundenlang. Dann ging er mit mir vor die Tür und schlug mir mit aller Kraft in den Magen. Er fragte: Gestehst du jetzt? Und ich sagte immer noch: Nein." Headley flüchtete kurz darauf mit einem Motorrad.

    Herrschaft oder Untergang

    Rathbun erzählt seine Fluchtgeschichte: "Ich musste meine engsten Mitarbeiter zusammenschlagen. Als Miscavige mir befahl, anzusehen, wie er meinen Freund Tom de Vocht misshandelte, ertrug ich es nicht, ging raus, setzte mich auf mein Motorrad und fuhr davon."

    Drei Jahre lebte Rathbun im Verborgenen, bis ihm andere Aussteiger erzählten, dass alles immer schlimmer wurde. "Deshalb habe ich mich Mitte 2009 an die Medien gewandt. Ich hatte Angst, dass Scientology in einem Blutbad endet. Mein Alptraum: Miscavige befiehlt die letzten tausend Scientologen in die Wüstenbasis und lässt seine Garde dann mit Maschinengewehren alle niedermähen. Er ist ein Soziopath, er will die Herrschaft oder den Untergang."

    Seit April werden Rathbun, seine Frau und ihre Besucher in ihrem Haus an der texanischen Golfküste von bis zu acht Scientology-Agenten rund um die Uhr observiert, gefilmt, geschmäht. Es sind Methoden, wie sie Rathbun einst selbst entwickelt hat. "Sie wollen, dass ich ausflippe", sagt er. "Natürlich habe ich Angst." Es hat einen Anschlag auf ihn gegeben. Doch Rathbun ist ein harter Knochen. "Niemals verteidigen - immer angreifen", den Leitspruch Hubbards wendet er gegen die Hubbardisten. Er hat Zuträger überall, wo es Scientologen gibt. Er knüpft ein Netzwerk.

    In Hamburg hat sich Rathbun dargestellt als größter Feind von Scientology - und als ihr größter Bewahrer. Scientology sei gut, es sei nur von Miscavige verdorben worden, hat er gesagt. Er benutzte den Begriff "Kirche" für eine Organisation, die in Deutschland als faschistoid gilt. Er machte keinen Hehl daraus, dass er Ex-Scientologen auditiert und davon lebt. Vor allem sein Bekenntnis zu Hubbard hat viele irritiert. Schon im Vorfeld hatte es Ärger gegeben - wie könne Caberta einem aktiven Scientologen ein Forum bieten? "Ich will, dass das System und Miscavige stürzen", sagt Caberta. Es ist ein Drahtseilakt.

    Der "Martin Luther von Scientology"

    Im Internet unterstellen manche dem Aussteiger, er wolle eine eigene Kirche gründen. Wie eine Art "Martin Luther von Scientology". Er selbst sagt, er wolle nichts von der Church. Nicht ihre Methoden, nicht ihre Immobilien, nicht ihr Geld. "Es sollte den Opfern von Scientology gegeben werden."

    Am letzten Tag in Hamburg hat Rathbun zwei Dutzend Ex-Scientologen aus Europa um sich versammelt. Es ist ein Versöhnungstreffen. Die Ehemaligen drängen sich um ihn. Währenddessen erodiert der Konzern. Auf gerade noch 20.000 Menschen schätzt Rathbun den harten Kern. "Ich gebe der Church noch drei Jahre", sagt er. "Aber das Counselling wird bleiben. Kleine Gruppen, die die Technologie trainieren. Scientology ohne die Church." Es ist seine persönliche Tragik, nichts anderes gelernt zu haben als Scientology. Deshalb weicht er Fragen nach dem menschlichen Wert der Ideologie aus. War es nicht Hubbard selbst, der Menschen foltern und sie wochenlang einsperren ließ? Der befahl, Abweichler "zu vernichten"? Ist Miscavige nicht Hubbards Ziehsohn? Rathbun bricht das Gespräch ab. "Ich bin für L. Ron Hubbard!", ruft er. Ich werde ihn verteidigen bis zum Tod!"
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