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Habe mich 20 Jahre mit den Medien betäubt, nun erwache ich langsam...

Discussion in 'Deutschland' started by Sheyrak, Nov 3, 2012.

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  1. Sheyrak Member

    ...und fast alles was ich sehe gefällt mir überhaupt nicht.

    Dies fängt allein bei dem Grundgedanken: "Der Staat muss dem Volk dienen, und darf nicht über ihm stehen!" an.

    Ich weiß noch nicht, ob Anonymous etc. für meine Ansichten steht, jedoch ist Meinungsfreiheit einer der Grundbestandteile meiner Ansichten, sonst wären meine Gedanken auch verboten. Zudem habe ich das Gefühl isoliert zu sein, da in den Medien alles immer *bewertend* dargestellt wird, um viele Mundtot zu machen, aus Angst sich zu blamieren bzw. ein Außenseiter, Verschwörer oder einfach ein Verrückter zu sein.

    Zudem besteht das Bildungssystem nicht aus Bildung, sondern Erziehung zum Jawohl,-Sir-Sager, welcher Konzernen später noch mehr Profit einbringt. Wie er dabei bezahlt wird, um bei seinem Arbeitgeber Nahrung, Luxusgüter, Betäubungsmittel, etc. einkaufen zu können, kommt darauf an wie und wie lange er schon kritisch denkt und wie er darauf reagiert hat.

    Und ob er überhaupt jemals die Chance gehabt hatte nachzudenken.

    Ich bin Ratlos und habe selbst Angst vor genannten dingen. Hab jemand einen Rat? Oder soll ich mal zum Psychiater um mich wieder betäuben zu lassen?

    lG
  2. Anonymous Member



    Entscheide selbst. Aber bedenke, dass "Wahrheit" ein äußerst subjektiver Begriff ist.
  3. Krautfag Member

    Ach was, Psychiater, schnickschnack.

    Einfach mal Thomas Jefferson und Cicero lesen und erkennen, daß alles schon mal da war. Danach Macchiavelli, um zu verstehen, wie' s gemacht wird. Und dann sehen, wie Leute sich zu allen Zeiten damit arrangiert (oder auch nicht arrangiert) haben. Du bist ja nicht der erste, dem es so geht.
    Und ein wenig als Spinner verschrien sein, das macht nichts, das kommt in den besten Familien vor.
  4. Sheyrak Member

    Das schlimme ist jedoch, dass je mehr man weiß, je weniger machen kann. Wenn du verstehst was ich meine.

    Ein Spinner zu sein hatte ich nicht vor, jedoch ich selbst.... Aber naja..

    Was hilft mir das verstehen, wenn ich sowieso machtlos bin?

    lG...
  5. Krautfag Member

    Wenn du nichts verstehst, bist du dazu verdammt, machtlos zu bleiben.

    Schau, wenn es dir stinkt machtlos zu sein, gibts 2 Optionen:
    1. Du gehst mit dem mainstream, suchst dir eine Partei und versuchst, da hochzukommen. Was sogar einfacher ist, als man gemeinhin denkt, wenn man weiß, wie das Spiel geht.
    2. Du eignest dir genug Wissen an, um andere zu überzeugen, auf einem anderen Weg mitzugehen. Das ist die harte Tour.

    Edit: Das allereinfachste ist, wenn du blöd bist, dann haste keine Probleme :D Aber dann würdest du nicht so rumgrübeln.
  6. Sheyrak Member

    Ich gehe davon aus, dass du im Recht bist mit der Aussage über meine Optionen...

    Jedoch klingt dieser Weg hart, mühsam und einsam.

    Mit dem wahrscheinlichen Ende, dass ich keine gleichgesinnten finde.

    Verstehst du was ich meine?

    lG
  7. Krautfag Member

    Weißt du doch nicht, bevor du es probiert hast.
    Und selbst wenn du niemanden findest, der deine spezielle Wahrheit und Lösung teilt, hast du immerhin das getan, was für dich das Richtige ist/war.
    Und ja, Macht fällt niemandem in den Schoß, das ist immer hart und mühsam, und je einsamer, je mehr Erfolg du dabei hast.
  8. Sheyrak Member

    Ich kann mir nichtmal vorstellen, wie ich Macht erlangen kann. Die einzige Macht, die ich sehe, liegt im anpassen und von dem Geld zu leben, was ja keine wahre Macht ist.

    Einfluss auf die Menschen hatte ich noch nie.

    lG
  9. Krautfag Member

    Vielleicht bist du dann auch einfach von vorneherein nicht der Typ dafür. Dann kannst du dich echt nur daran halten, was du für dich selbst als wahr und richtig empfindest und danach leben und allen anderen an den Kopf hauen, wie dumm und blind sie sind, und diejenigen unterstützen, die zwar auch doof sind, aber wenigstens gegen das System.
  10. Sheyrak Member

    Vom vorneherein nicht der Typ, sozusagen natürliche Auslese?

    Ich möchte mich ja bilden, auch wenn ich Angst davor habe und zudem nur begrenzte Mittel.

    Wie kann man sich mit wenig Geld bilden um dann auch was bewirken zu können, ohne von der Hand im Mund zu leben!? Wenn ich über Karriere nachdenke, schließt dies ja Bildung quasi aus, weil ich damit den Weg, der aktuell eingeschlagen ist unterstütze und mit Bildung bzw. kritisches Denken eher diesen Weg verbaut.

    Kann ich nicht beides haben!?

    Ich bin bereit einen steinigen Weg zu gehen, oder besser gesagt der leichte Weg ist nur für Leute geeignet, die finanziell gut genug bestückt waren um irgendetwas zu studieren. Um eine Grundlage zu haben, also quasi ein Studium, welches ich neben einem Job finanzieren müsste, der sicherlich unterbezahlt ist, müsste ich bis ich 30 bin wieder ein "Ja, ich akzeptiere jede Politik"-Sager werden.

    Und selbst dann, wäre ich erst an dem Punkt, an dem ein 22-jähriger mit Studium wär.

    Vielleicht bin ich immernoch blind, jedoch weiß ich nicht, welche Pille was bewirkt, ob ich wirklich wach bin, oder nur gut genug betäubt um nicht zu merken, dass ich immernoch vor mich hindämmere.

    lG
  11. Krautfag Member

    So kann man das nicht sagen...aber die Menschen sind halt unterschiedlich.

    Natürlich kannst du beides haben, Bildung ist auch ohne Zertifikat Bildung. Was spricht denn dagegen, dem Beruf nachzugehen, den man hat und sich zuhause oder meinetwegen auch in der VHS weiterzubilden?
    Um zu begreifen, was Sache ist, braucht man doch kein Studium. Das stört in den meisten Fällen da sogar eher.

    Ich glaub, Heinlein hat mal gesagt, wer die Welt verstehen will, braucht 3 Sachen: Mathematik, Geschichte und Sprachen.
    Mathematik, denn es geht immer ums Geld, um das man dich bescheißen will.
    Geschichte, um die Muster der Politik zu erkennen, denn es war alles schon mal da.
    Und Sprachen, damit du deine Nachbarn verstehst und dich keiner aufhetzen kann.
  12. Sheyrak Member

    Lieber Krautfag, es ist sehr interessant, dass es echt Leute gibt, die Bildung ohne zertifikate immernoch (oder besonders dann?) Bildung ist. Jedoch bringt einen diese Art von Bildung nur etwas, wenn man bereits "abgesichert" ist.

    In welcher Form kann mir unzertifikierte Bildung helfen einen Ausbildungsberuf für mich auszusuchen, indem ich zum einen meine Interessen verfolgen kann (einige politischer Natur, wenn nicht ein Großteil) und zum anderen auch überleben kann. Zudem sind diese Berufe nur bestimmten Menschen vorenthalten, da man meist ein Abitur braucht, welches ich leider nicht besitze.

    Ich habe nicht viel auf Schulbildung gegeben, auch wenn ich sie durchaus verstanden habe. Diese war anspruchslos, da es keine echte Bildung ist, sondern lediglich eine Erziehung zum stillschweigenden Arbeiter, welcher geraaaaaade genug nachdenken kann und alles glaubt, obwohl er denkt, dass er (oder ich) es weiß.

    Zudem wird selbst in teurer Literatur manipuliert und propagandiert, wo es nur geht, sodass die Chancen groß sind, einfach von einer anderen Lobby manipuliert zu werden, die einen wiederum "betäubt".

    Ich weiß zur Zeit nichteinmal in welche politische Richtung ich gehöre, falls diese überhaupt existiert. Und selbst wenn, wüsste ich nicht, ob ich dort nicht auch nur belogen werden würde.

    "würde, könnte, ...."

    Ich fühle mich von meinem Halbwissen- dreiviertel-Glauben fast paralysiert. (Ja, ich habe gemerkt, dass 1/2 + 3/4 mehr als ein ganzes ist...)

    Ich halte mich selbst für intelligent, jedoch ist dies so extrem komplex, sodass ich mit meinen politischen Gedanken immer wieder auf "Verschwörerbahnen" gerate. Alleine, dass "Verschörungsgedanken" (nicht die Tat, sondern der Verdacht, dass eine vorliegt) als etwas negatives, verpöhntes und "dummes" angesehen werden, die oft mit psychischen Problemen einhergehen, muss man sich einmal vorstellen.

    Quasi ein selbstregulierendes Gedankengefängnis innerhalt der meisten(aller?) Köpfe mit jedem Menschen als potentiellen Richter, der natürlich immer auf der offiziellen Seite steht.

    lG
  13. Krautfag Member

    Das nächste mal sagst du dann aber gleich, daß du noch so jung bist..mit der Überschrift "20 Jahre..." bin ich von einem etwas älteren Menschen ausgegangen ;)
    Es gilt immer: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
    Schau, daß du einen Beruf findest, der dich nicht nur ernährt, sondern dir SPASS macht. Eventuell muß man miesere Bezahlung in Kauf nehmen, aber Spaß an der Arbeit, die man fürs Überleben braucht, ist das allerwichtigste, wenn man den Frieden mit sich selber finden will. Frieden mit dir selber ist die Basis für alles andere.
    Ja, das ist deren Anspruch, daß sie dir beibringen, was du im Berufsleben brauchst. Dazu sind sie da und das machen sie. Von denen zu verlangen, daß sie dir ne humanistische Bildung mitgeben, ist den falschen Baum anbellen.
    Jo, machen alle und immer, gewöhn dich dran, willkommen bei den Menschen.
    Was wäre denn für dich eine optimale Art, wie Menschen zusammenleben? Das ist ja die Kernfrage von Staaten/Gemeinschaften.
    Ist in dem Alter normal, besonders wenn man sich bislang nicht so sonderlich viele Gedanken gemacht hat. Du wirst erwachsen, ekelhaft, ich weiß :D
    So wie's im Moment läuft, liegen solche Gedanken auch nicht fern. Das politische Handeln in Deutschland zur Zeit ist ohne erkennbaren Grund unsinnig, selbstzerstörerisch und freiheitsbedrohend, sich nicht zu fragen, was die politische Klasse antreibt, so eine Scheiße zu bauen, ist "dumm". Und du wirst sehen, wenn du dich traust, das auszusprechen, werden so einige Menschen dir zustimmen, die die gleichen Gedanken hegen, aber sich auch nicht trauen, was zu sagen.

    Ja, und das Gefängnis heißt "die veröffentlichte Meinung" und der Gefängniswärter ist der "Konsens".
    Das schöne ist, du kommst per einseitiger Willenserklärung aus dem Gefängnis raus und die lautet folgendermaßen "Leckt mich, Ihr Idioten!".
  14. Sheyrak Member

    Wollte damit nur sagen, dass ich in meinem Leben noch nie wirklich ernst und selbstständig nachgedacht habe. Ich habe mich in meinen 20 Lebensjahren nur mit Medien auf die eine oder andere Weise betäubt.

    Da ich für Berufe, welche ich erlernen wollen würde (also auch konsequent durchziehen) bin ich leider unterqualifiziert. Das bedeutet für mich, dass ich 2 Optionen habe:

    1) Ich nehme eine X-beliebige Ausbildung an und sehe was draus wird.
    2) Ich nehme einen schlecht bezahlten Job, der kaum Hartz 4 übersteigt, gehe 5 Jahre zur Abendschule bis ich ein Abi habe

    Beim zweiten wäre ich 25 Jahre jung und hätte keinen überzeugenden Lebenslauf. Viele Unternehmen wollen möglichst junge Leute, damit sie möglichst effektiv lernen Profit abzuschütten und dies auch möglichst lange tun können.

    Und selbst dann hätte ich noch kein Fünkchen Macht, obwohl ich mich "integriert" hätte in ein System, was mich nicht überzeugt.


    [Politiker Mode]Das ist eine schwierige Frage, die jedoch vorerst nur auch einige Kernelemente beschränkt werden müsste. Zum einen sei da das Recht auf Meinungsfreiheit, welches in keinster Weise auch nur angefochten werden sollte. "Gefährliches Wissen" ist meist für den regierenden gefährlich. Viele Einzelheiten haben einen riesen Spielraum.

    Jedoch gehört auch zu den Kernelementen, dass die Regierung dem Volk dient und nicht den Konzernen (Lobbyisten). Eine Regierung hat keine Macht ohne ein Volk. Dies bedeutet das Volk hat eine Verantwortung! Da es viele verschiedene Meinungen gibt werden zum Teil sogar lokale Gesetze das Leben untereinander "Regeln", aber nur die "basics". Es darf nicht alles nach Checkliste ablaufen, sodass man sich wie ein Sklave vorkommen muss, oder es auch zu sein. Dies soll natürlich nicht zur Gewalt anregen, jedoch auch sich zu wehren, Selbstverteidigung wird sogar in den Medien oft runtergemacht. [/Politiker Mode]

    Wenn das erwachsen sein bedeutet, will ich wieder ein Kind sein, welches sich über ein Bonbon freut. Obwohl ich meine Kindheit jetzt nicht als sehr schön bezeichnen würde, jedoch behütet. :p

    Generell würde es sicher gut tun sich auszutauschen und Leute zu finden die ähnlich denken. Jedoch bin ich als Ausbildungssuchender auch ziemlich isoliert, besonders da ich keine Clique habe. Dies muss dann irgendwann nebenbei passieren, denke ich - obwohl es ein ziemliches Thema ist für "nebenbei".

    Soeine (ernstgemeinte) Verhaltensweise wird aber meistens geächtet von den Menschen und kann durchaus zu eskalationen führen, denen man gerne aus dem Weg gegangen wäre.

    Und woher soll ich wissen, was ich WIRKLICH will, wenn ich im Grunde nur vieles glaube, aber nichts weiß?

    lG
  15. Krautfag Member

    Ist natürlich schade mit der Quali, aber läuft unter "selber schuld". Ich würd dir in diesem Option 1 empfehlen, mit dem Ratschlag, was kaufmännisches (mit der Ausnahme Einzelhandel) zu lernen. Das kommt immer gut an, läßt einen sehr breiten Spielraum für die jobwahl. Oder halt die lauwarme Masche im Öffentlichen Dienst, dazu brauch man allerdings eine Mordstoleranz für Schwachsinn.

    Ah, sehr gut, junger Padawan. So falsch bist du hier gar nicht :D
    Dezentrale und regionale Gesetzgebung, Eigenverantwortung...das ist diese Richtung http://de.wikipedia.org/wiki/Libertarismus, das kommt ja so langsam wieder in Mode.
    Darum jammern die Alten ja immer, daß früher alles besser war ;)
    Geh halt mal unter Menschen, Bernd.
    Ajo, ab und an knallts, aber gehört mit dazu, wenn man denn seinen EIGENEN Weg geht und nicht den, den die anderen gerne hätten.
    Ich sag nur wieder, lies bei den ganz Alten nach, es war alles schon mal da.
  16. Sheyrak Member

    Danke.

    Mit welchen Büchern sollte ich denn anfangen? Gibt es die überall (günstig?) zu kaufen?

    lG
  17. Krautfag Member

    Klassiker kann man in der Regel umsonst hier bekommen:
    http://www.gutenberg.org/wiki/DE_Hauptseite
    z.B.:
    http://www.gutenberg.org/files/26971/26971-h/26971-h.htm
    http://www.gutenberg.org/files/39816/39816-h/39816-h.html

    In Zusammenspiel mit einem e-book reader ist das eine tolle Sache.

    Auch einzelne Texte sind mit Hilfe von wikipedia einfach findbar, hier Common Sense von Thomas Paine:
    http://www.liberliber.de/fileadmin/pdfs/ErstesBuchThomas.pdf

    Ansonsten gibts auch den legendären Reclam-Verlag, der Klassiker für kleines Geld druckt:
    http://www.reclam.de/detail/978-3-15-009909-4/Cicero/De_re_publica___Vom_Gemeinwesen
    http://www.reclam.de/detail/978-3-15-001219-2/Machiavelli__Niccol%C3_/Il_Principe___Der_Fuerst

    Ich empfehle auch immer gern Thomas Jefferson, aber da hängts bißchen von ab, wie gut du Englisch kannst, die Übersetzungen sind glaub ich teuer.
    http://en.wikisource.org/wiki/Opinion_against_the_Constitutionality_of_a_National_Bank
  18. Sheyrak Member

    Hallo,

    mein englisch ist zumindest fortgeschritten, da ich als Medienbetäubter auch gerne international chatte. Habe auch schon einige englische Bücher gelesen, die jedoch weniger "ernst" waren bzw bei denen es nur um den Unterhaltungswert ging.

    Einen e-book reader (im sinne von Kindle etc) habe ich nicht, werde also wohl am Computer lesen müssen.

    lG
    das Brot
  19. Krautfag Member

    Ich kann e-reader mit e-ink empfehlen, ist doch manchmal einfach doch schöner, sich beim lesen rumzulümmeln. Ein optimales Weihnachtsgeschenk ;)
  20. mal anschauen bitte ,die 2 stunden sind es wert auch wenn sie villt 20000 stunden totaler Blendung anfangen müssen zu akzeptieren.
  21. Anonymous Member

  22. Krautfag Member

  23. wild psiram appears,
    bier asks if psiram can be trusted
  24. Krautfag Member

    Psiram/Esowatch ist so ein bißchen kreuz.net für Naturwissenschaftler, also tendenziell nicht vertrauenswürdig.
    • Like Like x 1
  25. cooler typ sollte mal bisschen anonymer werden ;-)
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